Hast du Madagaskar schon einmal als Reiseziel für einen Strandurlaub in Betracht gezogen? Falls nicht, kannst du dich auf einige Überraschungen gefasst machen.
Madagaskar ist ein Hotspot der Artenvielfalt. Ein Roadtrip über die Insel führt dich durch ganz unterschiedliche Landschaften, von Hochebenen über üppige Regenwälder und beeindruckende Canyons bis hin zu riesigen Baobabs. Und dann sind da noch die Strände. Einige können es sogar mit den berühmten Seychellen aufnehmen.
In diesem Guide zeigen wir dir die besten Tauch- und Kitesurf-Spots Madagaskars sowie die schönsten Strände für deine Selbstfahrer-Reise. Entdecke mit uns die versteckten Schätze Madagaskars!
1. Ile Sainte Marie | Walbeobachtung und entspanntes Bali-Feeling
Stell dir die Atmosphäre von Bali vor, nur 30 Jahre früher und ohne Menschenmassen. Genau das ist Ile Sainte Marie, ein kleines Paradies vor der Küste Madagaskars.
Die als Nosy Boraha bekannte Insel war im 17. Jahrhundert ein berüchtigtes Versteck für Piraten. Dich erwarten glitzernd blaues Wasser, wunderschöne Blumen und ruhige Buchten. Abenteuerlustige Schnorchler und Taucher können in der Baie des Forban nach den Überresten von Piratenschiffen tauchen und einen echten Piratenfriedhof besuchen. An der Ostküste von Ile Sainte Marie findest du außerdem einige gute Kitesurf-Spots.
In der Hauptstadt Ambodifotatra gibt es Geschäfte, Restaurants und Nachtleben. Du möchtest lieber direkt am Strand wohnen? Dann such dir eine Unterkunft weiter im Norden oder Süden. Auf Ile Sainte-Marie sind Tuk-Tuks das wichtigste Verkehrsmittel. Du kannst dir auch ein Fahrrad, einen Roller oder ein Quad mieten und die Insel erkunden.
Du möchtest Ile Aux Nattes besuchen? Dann steig einfach in eine Piroge. In nur 5 Minuten bringt sie dich für gerade einmal 2000 AR pro Person an die Küste von Ile Aux Nattes.
Wann ist die beste Reisezeit für Ile Sainte Marie?
Das Wetter ist im Juni sowie von August bis Dezember meist am stabilsten. Von Juli bis September stehen die Chancen auf Buckelwale vor Ile Sainte Marie am besten. Mit etwas Glück kannst du sie aber auch im Juni und Oktober sehen.
Wie komme ich nach Ile Sainte Marie?
Madagascar Airlines bietet Flüge von Antananarivo nach Ile Sainte Marie an. Aber Achtung: Die Flugpreise sind hoch, außerdem kommt es nicht selten zu Verspätungen und kurzfristigen Annullierungen.
Alternativ kannst du die Fähre nehmen und einen Aufenthalt auf der paradiesischen Insel Nosy Boraha einplanen. Die Fähre fährt in Mahambo (unsere Empfehlung) oder Soanierana Ivongo ab. In Mahambo kannst du dein Auto sicher beim Hotel Le Piroque parken. Von dort sind es 5 Minuten zu Fuß bis zum Hafen. Das Hotelpersonal kann dir auch bei der Organisation der Tickets helfen. Hin- und Rückfahrt kosten etwa 25 €.
Die Überfahrt dauert ungefähr 3,5 Stunden. Bedenke, dass das Wetter an der Ostküste Madagaskars unberechenbar sein kann und das Meer manchmal rau ist. Deshalb fährt die Fähre nicht garantiert jeden Tag, außerdem kann die Überfahrt kurzfristig abgesagt werden. Keine Sorge, ein zusätzlicher Tag am palmengesäumten Strand von Mahambo ist für uns allerdings keine Strafe.
Eine ausführliche 6-tägige Selbstfahrer-Route inklusive Mahambo und Ile Sainte Marie findest du in unserer Reiseroute Tropical Extension.

2. Nosy-Be-Archipel | Madagaskars bekanntestes Tropenparadies
Nosy Be besteht aus einem Archipel mit mehreren kleineren Inseln und ist Madagaskars bekanntestes Strandreiseziel. Wegen des ruhigen, azurblauen Wassers und der weichen weißen Sandstrände wird die Insel oft als die Seychellen Madagaskars bezeichnet.
Nosy Be ist außerdem das touristisch am weitesten entwickelte Reiseziel Madagaskars. Der Unterschied zum restlichen Festland ist deutlich: gute Straßen, zahlreiche Hotels und Restaurants in allen Preisklassen, und fast alle sprechen Englisch!
Wir empfehlen, einen Aufenthalt auf Nosy Be in eine unserer Madagaskar-Reiserouten einzubauen. Nach ein paar abenteuerlichen Wochen auf holprigen Straßen und mit einfacher Infrastruktur ist Nosy Be eine wunderbare Abwechslung. Wie kommst du hin, was kannst du unternehmen und wo solltest du übernachten? In unserem ausführlichen Blog über Nosy Be findest du alles, was du wissen musst:

3. Die Strände im Norden Madagaskars | Kitesurfen, Schnorcheln und verschlafene Orte
Wenn du den Norden Madagaskars mit einem 4×4 bereist, solltest du diese schönen Strandorte und Häfen nicht verpassen:
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Diego Suarez: Die Hafenstadt Diego Suarez, offiziell Antsiranana genannt, liegt an der Nordspitze Madagaskars. Ihren Namen verdankt sie den portugiesischen Entdeckern Diego und Suarez, die 1543 in der Bucht ankamen. Viele Jahre lang war die Stadt ein wichtiger Militär- und Tiefseehafen, doch inzwischen hat sie an Bedeutung verloren. Heute ist Diego Suarez ein entspannter Ort mit weniger Frachtverkehr, da die Straßenverhältnisse Richtung Hauptstadt Tana schwierig sind. Die meisten Menschen, die den Flughafen von Diego Suarez anfliegen oder dort ankommen, sind wegen der guten Kitesurf-Bedingungen in der nahe gelegenen Sakalava Bay hier. Für einen Abend mit gutem Essen lässt sich Diego Suarez wunderbar zu Fuß erkunden. Die Colbert Street wird liebevoll als Champs-Élysées Madagaskars bezeichnet. Hier findest du alte Pracht und verblasste Kolonialgebäude sowie zahlreiche Souvenirläden und gute Restaurants wie Tsara Bena.
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Ramena: Romena liegt 20 Kilometer östlich von Diego Suarez. Das entspannte Stranddorf ist ein beliebter Treffpunkt für die Einheimischen aus Diego Suarez. Hier kannst du gut und authentisch zu Mittag essen, vor allem frische Meeresfrüchte. Ein beliebter Tagesausflug ab Ramena führt zur Emerald Sea, die du nach einer 50-minütigen Bootsfahrt erreichst. Die Emerald Sea ist eine wunderschöne Lagune und nach Rio de Janeiro die zweitgrößte natürliche Bucht der Welt.
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Pigeon Bay und Dunes Bay: Pigeon Bay und Dunes Bay sind zwei wunderschöne Strände mit weißem Sand, die du nicht verpassen solltest. Die Wellen sorgen für stundenlangen Badespaß, und wahrscheinlich hast du den Strand ganz für dich allein.
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Sakalava Bay: Die nächste Bucht an der Küste heißt Sakalava Bay. Sie ist sowohl für Kitesurf-Anfänger als auch für erfahrene Rider ideal. Von Mitte März bis Ende Dezember weht hier an neun Monaten in Folge jeden Tag Wind, vom Morgen bis zum Abend. Am stärksten ist er zwischen Juni und September. Die Bucht bietet flaches Wasser, hinter dem Riff kannst du außerdem in den Wellen fahren. Da der Norden Madagaskars sehr abgelegen ist, musst du diese wunderschöne Bucht nicht mit unzähligen anderen Surfern teilen. Das sorgt zusätzlich für Sicherheit auf dem Wasser. Die beste Unterkunft an der Bucht ist Kite Paradise Madagascar.
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Mer d’Emeraude: Die Emerald Sea ist eine flache Lagune mit angenehm warmem Wasser, ideal zum Schnorcheln und zur Beobachtung von Schildkröten. Von Ramena oder Antsiranana aus erreichst du die Mer d’Emeraude nach einer kurzen Bootsfahrt.

4. Madagaskars Westküste | Strände abseits der üblichen Route
Die Westküste zwischen Tulear und Morondava bietet ein raueres Stranderlebnis abseits der üblichen Route, dafür aber wunderschöne goldene Sandstrände und glitzerndes Wasser. Lerne während deines Aufenthalts die Kultur der Vezo kennen und leg einen Stopp in Ifaty, Madiorano, Salary oder Andavadoaka ein, um ruhige, ursprüngliche Küstenabschnitte zu genießen.
Tulear ist eine Küstenstadt und der Endpunkt der RN7. Mit ihren Mangroven und dem flachen Wasser gehört sie zugegebenermaßen nicht zu den besten Stränden Madagaskars. Nach einer langen Fahrt auf der RN7 wirst du dem Meer wahrscheinlich trotzdem nicht widerstehen können. Wenn du hier Halt machst, solltest du unbedingt im Bakuba übernachten. Es ist vermutlich das außergewöhnlichste und schönste Lodge Madagaskars!
Du möchtest die raue Westküste in deine Selbstfahrer-Reise durch Madagaskar einbauen? In unserer Route Grand Circuit findest du die passende Streckenführung und Tipps für Unternehmungen auf deinem Roadtrip entlang Madagaskars Westküste.

Entdecke Madagaskars beste Strände mit dem Auto
Wir hoffen, dass du jetzt Lust auf Madagaskars Strände bekommen hast. Bereit, deinen Roadtrip über die Insel zu planen? Mit unseren Selbstfahrer-Reiserouten planst du ganz einfach deinen persönlichen Madagaskar-Roadtrip und entdeckst dabei bekannte Highlights ebenso wie Ziele abseits der üblichen Route.
Noch Fragen? Dann kontaktiere uns gern. Roadtrip Africa hilft dir bei der Planung deines abenteuerlichen Selbstfahrer-Urlaubs in Madagaskar gerne weiter.