Was gibt es Besseres, als deine roadtrip-Safari in Kenia mit einem Bad im Indischen Ozean zu beenden oder zu beginnen? Kenia hat eine fantastische Küste mit weißen Sandstränden, warmem, blauem Wasser, tollen Tauchmöglichkeiten und Hochseefischen, idealen Bedingungen zum Kitesurfen und zahlreichen Hotels in allen Preisklassen.
In diesem Kenia-Reiseführer stellen wir dir die besten und schönsten Strände Kenias vor, inklusive Tipps zu Aktivitäten, Unterkünften und Restaurants.

Bei Roadtrip Africa lieben wir roadtrips entlang der kenianischen Küste. Kein Wunder also, dass unsere Selbstfahrer-Touren mit Safari und Strand zu unseren beliebtesten Routen gehören. Eine detaillierte Beispielroute findest du in unseren zweiwöchigen und dreiwöchigen roadtrips.
1. Diani Beach | Afrikas bester Spot zum Kitesurfen
Das lebhafte Diani liegt etwa 19 km südlich des berühmten Wahrzeichens Fort Jesus in Mombasa. Von Mombasa aus dauert die Fahrt ungefähr 90 Minuten. Diani ist Kenias beliebtester Badeort.
Diani und die benachbarten Strände Tiwi und Galu erstrecken sich über 15 km erschlossene Küste. Trotzdem herrscht in Diani eine entspannte, lockere Atmosphäre. Der Ort zieht eine bunte Mischung aus Einwohnern Nairobis, Expats, Touristen, digitalen Nomaden und Kitesurfern an. In und um Diani gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants, Bars und Unterkünfte für jedes Budget.
Du suchst einen aktiven Urlaub? Galu Beach bietet dank konstanter Bedingungen, einer beständigen Brise am Nachmittag, warmem Wasser und viel Sonnenschein, einen der besten Kitesurf-Spots der Welt. Südlich von Diani liegen Wasini Island und der Wasini Marine National Park, einer der besten Orte zum Schnorcheln in Afrika.

2. Kilifi | Für Backpacker, digitale Nomaden und Surfer
Die Stadt Kilifi liegt zwei Autostunden von Mombasa entfernt. Das freundliche, entspannte und authentische Dorf erstreckt sich an einer malerischen Bucht. Die Fahrt von Diani Beach nach Kilifi ist auf einer guten asphaltierten Straße abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll. Zu diesem roadtrip gehört auch eine schöne Fahrt mit der Fähre.
Kilifi wurde vom Flugtourismus bisher noch nicht entdeckt und ist bei Backpackern, digitalen Nomaden, Kitesurfern und Yogis beliebt. In Kilifi gibt es einige überraschend coole Orte zum Entspannen:
- Salty’s am wunderschönen Bofa Beach bietet gutes Essen, tolle Musik und eine entspannte Atmosphäre. Hier kannst du bei Sonnenuntergang etwas trinken gehen. Außerdem gibt es dort ein professionelles Kitesurf-Zentrum.
- Distant Relatives ist ein Eco- und Backpacker-Lodge in den Mangroven. Eine schöne Unterkunft für Familien, Freunde und preisbewusste Reisende, aber auch ein toller Ort für Drinks und gutes Essen.
- Nautilus ist ein sehr gutes Fischrestaurant direkt an der Bucht.
- The Food Movement ist ein wunderbarer Ort für ein Mittagessen. Das Restaurant befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Sisalplantage, die heute zu einem Eco-Spielplatz für Kreative mit Ateliers, Coworking-Büro, Eco-Wohnprojekten und einer Schule umgebaut wurde.
Tipp von Roadtrip Africa: Besuche die Bucht in einer bewölkten Nacht, um Biolumineszenz, auch „Meeresleuchten“ genannt, zu sehen.

3. Watamu | Kenias beste Strände zum Tauchen
Weitere 40 km nördlich von Kilifi liegt Watamu, ein gut erschlossener Badeort mit zahlreichen hervorragenden Restaurants und Unterkünften für jedes Budget. Watamu besteht aus mehreren Buchten mit weißen Sandstränden und ist Heimat einer großen italienischen Gemeinschaft. Viele Italiener haben hier Unternehmen gegründet. Dich erwarten also guter italienischer Kaffee, leckeres Eis und reichhaltige Pastagerichte.
Watamu bietet erstklassige Tauchmöglichkeiten und hat 20 ausgezeichnete Tauchplätze, die alle weniger als 30 Minuten vom Hauptort entfernt liegen. Sämtliche Tauchplätze werden vom Watamu Marine Reserve geschützt. Zu den weiteren beliebten Aktivitäten gehören Kitesurfen, Schnorcheln, Delfinbeobachtungen, Sonnenuntergangstouren und Kanufahrten auf der wunderschönen Mida Creek.
Einige empfehlenswerte Restaurants und Treffpunkte in Watamu sind:
- Crab Shack – Ein gemeinschaftlich betriebenes Lokal in den Mangroven. Hier kannst du ein Kanu mieten und eine Tour unternehmen. Die Krabben-Samosas solltest du unbedingt probieren!
- Lichthaus – Diese Bar bietet Hängematten über dem Wasser, eine angenehme Partystimmung und tolle Sonnenuntergänge. Der Ort ist sehr Instagram-tauglich. Wenn du allergisch auf ein solches „Publikum“ reagierst, geh lieber nicht hin 😉
- Pilipan – Indisches Essen und gute Cocktails mit Blick auf einen Krabbensee.
- Kokomo – Hervorragendes libanesisches Essen direkt am Strand einer hübschen Bucht.

4. Malindi | Eine historische Swahili-Küstenstadt
Nur 25 Kilometer nördlich von Watamu liegt Malindi, eine Swahili-Stadt am Meer. Das bereits im 13. Jahrhundert gegründete Stadtzentrum bietet interessante historische Gebäude, die allerdings stark verfallen sind.
Malindi und die italienische Gemeinschaft
Seit den 1960er-Jahren ist Malindi als „Little Italy“ bekannt. Der Badeort ist voll von italienisch geführten Restaurants, Pizzerien, Feinkostläden und Eisdielen. Auf den Speisekarten italienischer Restaurants stehen Limoncello-Shots nach dem Essen, und die afrikanischen Beachboys, die Schnorchelausflüge, Holzschnitzereien oder Ganja anbieten, sprechen allesamt Italienisch. Ein ziemlich skurriler Anblick.
Warum leben so viele Italiener an der Küste von Watamu und Malindi? Während des Zweiten Weltkriegs waren italienische Regimenter in diesem Teil der kenianischen Küste stationiert. Als Entschädigung erhielten sie Land, auf dem sie sich mit ihren Familien niederlassen konnten. In den 1960er-Jahren lockte die Eröffnung des italienisch betriebenen Broglio Space Centre weitere italienische Ingenieure und Wissenschaftler in die Region. Glückssuchende folgten ihnen. In seiner Blütezeit in den 1980er- und 1990er-Jahren lebten mehr als 4.000 Italiener in Malindi.
Leider befindet sich Malindi heute in einem traurigen Zustand. Die meisten Italiener bevorzugten Watamu und verließen Malindi. Trotzdem ist Malindi unserer Meinung nach einen Tagesausflug auf deinem roadtrip entlang der kenianischen Küste wert. Hier kannst du in die Geschichte eintauchen und eine von Einheimischen bewohnte Swahili-Küstenstadt erleben, statt auf Touristen und Expats zu treffen.
5. Lamu Island | Ein Hotspot für Yogis
Du suchst ein Strandziel abseits der üblichen Wege? Dann solltest du Lamu Island ausprobieren, das vor 20 Jahren an Sansibar in Tansania erinnert hat.
Lamu Town ist die am besten erhaltene Siedlung der Swahili-Tradition. Hier vermischen sich europäische, afrikanische, arabische und asiatische Traditionen und Kulturen. Autos sind auf der Insel verboten, du erkundest die schmalen Gassen also zu Fuß.
Lamu Island setzt vor allem auf gehobenen Tourismus. Die Insel ist in der internationalen Yogaszene beliebt und bietet zahlreiche hochwertige Boutique-Hotels im kleinen, individuellen Stil. Dein Selbstfahrer-Trip durch Kenia führt dich bis Malindi, aber nicht weiter nach Norden. Um Lamu Island zu besuchen, musst du einen Inlandsflug von Nairobi, Mombasa oder Diani Beach nehmen.
Bereit, Kenias Strände selbst zu entdecken?
Die Strände Kenias solltest du dir nicht entgehen lassen und sie lassen sich leicht mit einem Selbstfahrer-Abenteuer verbinden. Mit Roadtrip Africa erkundest du das Land in deinem eigenen Tempo, von der Tierbeobachtung in der Masai Mara bis zum Entspannen an den weißen Stränden von Diani.
Auf unseren Selbstfahrer-Touren findest du fertige Routen, die Safari und Strandaufenthalte kombinieren. Wir kümmern uns um deinen 4×4-Mietwagen, die Route und die Unterkünfte. Du musst also nur noch die Reise genießen.
