Gastbeitrag der Roadtripper Jolien und Pieter: ‘Koffer voller Erinnerungen’

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Bitte beachte: Der folgende Blogbeitrag ist auf Niederländisch verfasst. Wir hätten den Text zwar übersetzen können, haben ihn aber in seiner Originalsprache belassen, um seine Authentizität und persönliche Note zu bewahren. Natürlich kannst du jederzeit ein Übersetzungstool nutzen, um mitzulesen.

Du möchtest dein eigenes Reiseabenteuer mit uns teilen? Keine Sorge, es muss nicht auf Englisch sein. Egal, ob auf Niederländisch, Französisch oder in einer anderen Sprache, wir helfen dir gerne dabei, deine Reise mit der Welt zu teilen.

Diese Geschichte stammt von unseren Kunden Jolien und Pieter, die Uganda mit einem Mietfahrzeug und vorab gebuchten Unterkünften erkundet haben. Mit ihrer persönlichen Geschichte unter dem Titel “Koffer voller Erinnerungen” möchten sie dich inspirieren:

Koffer voller Erinnerungen | Ein Reisebericht aus Uganda

Ich wollte nicht noch einmal nach Afrika. Obwohl die Menschen dort so freundlich sind, die afrikanischen Sonnenuntergänge so schön und die Natur so vielfältig ist. Nein, nach wunderschönen Reisen durch Marokko, Gambia und Namibia war es meiner Meinung nach einfach Zeit, einen anderen Kontinent zu entdecken. Doch mein liebster Reise- und Lebensgefährte, im Folgenden Pieter genannt, hatte einen Traum: Berggorillas zu sehen. Außerdem hatte er wie üblich überzeugende Argumente: Wenn wir die Gorillas jemals sehen wollten, dann jetzt, denn die Preise würden weiter steigen. Und obwohl wir bereits dreimal durch Afrika gereist waren, hatten wir noch keinen Regenwald gesehen. Ich hatte wie üblich nur wenige rationale Gegenargumente und saß schon bald mit im Uganda-Boot, beziehungsweise im 4×4.

Und obwohl der ursprüngliche Grund für unsere Reise das Aufspüren der Berggorillas war, gehört dieses Trekking nicht einmal zu unseren fünf besten Erlebnissen. Eine Top 5 zu erstellen, ist auf all unseren Reisen eine feste Aktivität am letzten Abend, inklusive Diskussionen und schöner Erinnerungen. Was stattdessen? In diesem Reisebericht nehme ich dich mit auf unsere Reise, ermöglicht durch Roadtrip Africa und vor allem durch unseren Fahrer Caleb. Nebenbei war er auch Guide, Ranger, Problemlöser und zukünftiger Präsident Ugandas im Jahr 2026. Unsere Stimme hat er jedenfalls ;))

Selbstfahrer-Reise inklusive Fahrer

Der Startpunkt? Via Via Entebbe, eine schöne Lodge in der Nähe des Flughafens. Perfekt, um nach einem zehnstündigen Flug von Zaventem mit kurzem Zwischenstopp in Kigali schnell am ersten Ziel anzukommen.

Am nächsten Tag begann die eigentliche Reise. Caleb wartete pünktlich um 9 Uhr auf uns. Sein Motto: time is time. Nicht typisch afrikanisch, aber von uns sehr geschätzt ;)). Nachdem wir den Reiseplan durchgegangen waren, eine lokale SIM-Karte besorgt und Schilling abgehoben hatten, waren wir bereit, uns den Straßen Ugandas zu stellen. Ein Euro entspricht übrigens 4000 Schilling, plötzlich waren wir Millionäre. Schon am ersten Tag waren wir überzeugt, dass es für uns die richtige Entscheidung gewesen war, keinen Selbstfahrer-Trip zu machen. Ein großes Lob an Caleb für sein Geschick beim Ausweichen von Rollern, Bodenwellen und Schlaglöchern. Das hätten wir ihm nicht nachgemacht ;))

Reisestopp 1: Lake Mburo

Von Entebbe aus ging es auf einer langen Fahrt zu unserem ersten Stopp: Lake Mburo. Der kleinste und jüngste Nationalpark Ugandas ist unter anderem die Heimat von Impalas, Zebras und Leoparden. Letztere sorgten direkt für den ersten Höhepunkt unserer Reise: Bei einem nächtlichen game drive entdeckten wir zwei Leoparden und verpassten nur knapp einen spektakulären Riss. Das männliche Wasserbock-Exemplar war als Beute wohl einfach etwas zu groß. In Lake Mburo erlebten wir außerdem unser erstes Lazy-Camping. Das heißt: Zelt, Bett und Moskitonetz standen bereits bereit. Camping für Anfänger also. Gleichzeitig wurden wir erstmals daran erinnert, dass wir in der Regenzeit unterwegs waren: zwei Stunden lang Gewitter und heftiger Regen, kurz darauf aber wieder strahlender Sonnenschein.

Berggorillas in Bwindi

Nach Lake Mburo fuhren wir weiter nach Bwindi. Ein riesiger, dicht bewachsener Regenwald, dessen bekannteste Bewohner die Berggorillas sind. Früh aufstehen zum Frühstück, übrigens eine wunderbare Konstante während unserer Reise: leckere Frühstücke, die das frühe Aufstehen leichter machten. Dazu unser bestes Safari-Outfit, bestehend aus Safarihose, Safarihemd, Safar δhut, Handschuhen und Wanderschuhen. Wenn jemand bereit für die Wanderung aussah, dann wir ;)). Unsere professionelle Ausrüstung war allerdings gar nicht nötig. Nach gerade einmal einer halben Stunde standen wir dem Silberrücken gegenüber, gefolgt von Begegnungen mit verspielten Gorilla-Babys und ihren Müttern. Nach zweieinhalb Stunden im Regenwald war Pieters Traum erfüllt: Berggorillas zu begegnen, konnte offiziell von unserer Wunschliste gestrichen werden. Ein unvergessliches Erlebnis an einem unvergesslichen, emotionalen Tag.

Unvergesslich und emotional, aber nicht nur wegen der Gorillas. Vor der Kulisse eines roten Sonnenuntergangs über Lake Mutanda, unserem nächsten Ziel, machte Pieter mir mit einem improvisierten Gedicht einen Heiratsantrag. Die Schlüsselwörter: Hadadaibis und schöner Kot, eindeutig von Pieter selbst ;)). Und ein Ring als wunderschöner Beweis: Wir sind verlobt!!!☺️

Magie und Erschöpfung auf Mount Sabinyo

Wie könnte man die Verlobung besser feiern, als sich beim Aufstieg auf einen der schwierigsten Berge Ugandas völlig zu verausgaben? Nichts, fanden wir im Nachhinein. Damals waren wir anderer Meinung, als wir kurz vor dem ersten von insgesamt drei Gipfeln des Mount Sabinyo vor Anstrengung Sternchen sahen.

Die Wanderung in drei Worten? Anstrengend, unverantwortlich, nicht wirklich, Mama, nur der Abstieg über glatte Stufen im strömenden Regen war ein bisschen aufregend, und vor allem magisch. Trotz der körperlichen Erschöpfung und der Höhenangst unterwegs war dies für uns beide der Höhepunkt unserer Reise. Der Ring versprach, dass wir noch sehr lange gemeinsam Berge bezwingen wollen. Aber bitte nicht alle so hoch wie Mount Sabinyo ;))

Schlafen zwischen Flusspferden, Elefanten und Hyänen

Unser nächster Stopp: der Queen Elisabeth National Park und Lazy Camping in der Bush Lodge, einer wunderschönen Lodge am Kazinga-Kanal. Zwischen grasenden Flusspferden und Elefanten schlafen und das Rufen der Hyänen hören, ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Vor allem, weil wir kaum geschlafen haben. Der Grund? Eine irrationale Angst vor wilden Tieren neben und in unserem Zelt. Mit kleinen müden Augen ging es am nächsten Morgen auf Game Drive, allerdings ohne großen Erfolg, denn eigentlich wollten wir Löwen und Leoparden entdecken. Ein kleiner Durchhänger, der bei einer Bootsfahrt auf dem Kanal schnell verflog. Die Tiere, die uns nachts wachgehalten hatten, zeigten sich dort in großer Zahl und aus nächster Nähe. Das Sahnehäubchen? Zwei Löwen als Gegenverkehr bei unserem unerwarteten Game Drive am Nachmittag. Wieder einmal ein großes Dankeschön an Caleb, denn Aufgeben kommt in seinem Wörterbuch nicht vor, auch wenn unsere Genehmigung für den Park heimlich schon abgelaufen war.

Schimpansen, was für eine Reise!

Ein kurzer Abstecher zum Thema Essen: Bei jeder Mahlzeit, in jeder Lodge und unterwegs, wurden wir kulinarisch verwöhnt. 14 Tage lang gab es zum Mittagessen ein Menü mit zwei oder drei Gängen und zum Abendessen vier Gänge. Nach einer kurzen ehelichen Diskussion setzen wir den Koch der Bush Lodge auf Platz eins. Seine Kartoffel-Mais-Suppe, die viel besser schmeckte, als sie klingt, und die zarten Spareribs vom Schwein, übrigens Calebs Favorit, werden wir zu Hause nachkochen. Spoiler: Es wird niemals genauso gut schmecken, aber der Versuch zählt ;).

Vom Essen ging es weiter nach Kibale, wieder in einen dicht bewachsenen tropischen Wald, diesmal die Heimat von mehr als tausend Schimpansen. Bei der Ankunft gab es kurz etwas Stress, zur Erinnerung: Druck deine Genehmigung immer aus! Am Ende stellte sich alles als ideale Situation heraus: ein privates Tracking durch den Wald, mit Plätzen in der ersten Reihe bei den zahlreichen Schimpansen. Mindestens genauso unvergesslich und emotional wie die Gorillas und wieder ein Häkchen auf unserer Bucketlist. Was für eine Reise!

Murchison Falls

Was uns am Reisen in Uganda am besten gefällt? Neben den freundlichen Menschen und dem leckeren Essen ist es vor allem die Vielfalt der Landschaften. Jede Region ist anders, von dicht bewachsenem Regenwald und weiten Savannen bis hin zu beeindruckenden Flüssen, Seen und Wasserfällen.

Die größten? Die Murchison Falls, unser nächstes Ziel.

Übrigens sind wir inzwischen bei der Hälfte unserer Reise angekommen. Die Zeit ist zwar wie im Flug vergangen, gleichzeitig fühlt es sich an, als wären wir schon seit Wochen hier. Die vielen Bucketlist-Erlebnisse haben sicher ihren Teil dazu beigetragen ;).

Auf dem Programm in Murchison Falls: Safari! Mit dem Boot auf der Suche nach dem berühmten Schuhschnabel und im Auto auf der Suche nach Löwen und Leoparden. Ja, die haben wir schon gesehen, aber davon konnten wir nicht genug bekommen ;).

Dass wir ein Glücksteam sind, hat sich in Murchison erneut gezeigt. Schuhschnabel: abgehakt, gleich viermal! Löwe und Leopard: doppelt abgehakt. Der Leopard war sogar ganz nah am Auto in einem Baum, als hätte er nur darauf gewartet, von uns fotografiert zu werden.

Mit unseren Bäuchen voller Safari-Erlebnisse, das klingt jetzt negativer, als es gemeint ist, aber nach unzähligen Stunden im Auto freuten wir uns auf Bewegung und etwas Ruhe, auch wenn das schon wieder klingt, als wären wir alte Leute, ging es weiter nach Ziwa, um in einem Wildreservat Nashörner zu tracken. Also doch noch ein bisschen Safari. Diesmal zu Fuß durch die Sümpfe, und nach knapp 30 Minuten standen wir einem Nashorn Auge in Auge gegenüber. Kurz bekamen wir Herzklopfen, als es auf uns zukam, doch wenig später beobachteten wir wieder ganz entspannt ein friedlich grasendes Nashornbaby. Spannung und Entspannung, der rote Faden dieser Reise.

Rafting auf dem Nil

Nach Ziwa war wieder Zeit für Spannung. Die Entspannung dauerte bei uns nie lange, aber anders wollten wir es auch gar nicht ;). Wir fuhren nach Jinja, um einen Tag lang auf dem Nil zu raften. Ich hatte mich nicht getraut, Pieter schon, also legten wir los ;). Mit weichen Knien stiegen wir in einen Bus mit sieben muskulösen, hihi, Guides und fuhren zum Startpunkt. Auch hier bekamen wir eine private Tour, was sich als ideal herausstellte, und sei es nur, weil sie sich beim Herausfischen aus dem Wasser ganz auf uns konzentrieren mussten.

Nach der ausführlichen Sicherheitseinweisung waren wir bereit für die erste Stromschnelle. Na gut, eigentlich noch nicht wirklich. Der Beweis: Das Boot kippte um und ich landete darunter. Nach einem kurzen Panikanfall und einer willkommenen Rettung durch einen der Sicherheitskajakfahrer saß ich wieder sicher im Boot. Zum Glück konnte ich auch Pieter sehen, der zwar noch nicht im Boot, aber ebenfalls sicher war. Die Knie zitterten immer noch, doch wir waren überzeugt, dass nichts Schlimmes passieren konnte, und diesmal wirklich bereit für die nächste Stromschnelle. Dieses Mal blieben wir an Bord und genossen es, die hohen Wellen zu bezwingen. Nach einem kleinen Mittagessen mit frischer Ananas und Wassermelone, das richtig lecker war, waren wir bereit für die letzten drei Stromschnellen. Im strömenden Wasser zu schwimmen und das Raftingboot kurz gegen ein Kajak einzutauschen, machte unseren Tag perfekt. Auch hier gab es Spannung und Entspannung sowie ein Bucketlist-Erlebnis, an das wir uns noch lange erinnern werden.

Inzwischen ist unser letzter Tag angebrochen und wir haben uns gerade von Caleb verabschiedet. Ein fantastischer Fahrer und Guide, dank dem unsere Reise noch besonderer wurde.

Hat dieser Reisebericht deine Reiselust geweckt? Du möchtest genauso eine schöne Reise wie Jolien und Pieter erleben? Entdecke unsere Selbstfahrer-Routen in Uganda und melde dich bei uns für einen abenteuerlichen Roadtrip ganz nach deinen Vorstellungen!

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