Die schönsten Nationalparks in Uganda

Uganda
View Of Kidepo Np Self Drive Safari Hire A Car In Uganda

Uganda wird oft „Perle Afrikas“ oder „Afrika im Kleinformat“ genannt, weil das Land so viel afrikanische Schönheit vereint. Hier gibt es zehn beeindruckende Nationalparks. In diesem Blog stellen wir dir die sechs meistbesuchten und schönsten Nationalparks Ugandas vor.

Du möchtest die Eintrittspreise wissen? Eine Übersicht nach Park findest du in unserem Bereich „Praktische Infos“, hier

Du möchtest deine Reise planen? Unser Uganda Roadtrip Planner zeigt dir übersichtlich die Fahrzeiten und Entfernungen zwischen den meistbesuchten Nationalparks und Orten Ugandas. 

1. Queen Elizabeth | Ugandas meistbesuchter Nationalpark

Von offener Savanne über tropischen Regenwald und dichte Papyrussümpfe bis hin zur Weite des Lake Edward, kein Wunder, dass der Queen Elizabeth National Park eine der höchsten Biodiversitätsraten aller Wildparks Afrikas aufweist. 

Queen Elizabeth National Park

Was du im Queen Elizabeth National Park sehen und unternehmen kannst

  • Bootssafaris auf dem Kazinga Channel bieten hervorragende Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Dasselbe gilt für Game Drives rund um Mweya und auf der Northern Circuit.
  • Weiter im Südwesten sind die abgelegenen Ishasha-Ebenen für ihre auf Bäume kletternden Löwen bekannt. Allerdings werden sie nur selten gesichtet. Es gibt keine Garantie, dass du sie in Ishasha zu sehen bekommst. 
  • In der Kyambura Gorge leben an Menschen gewöhnte Schimpansen, während der Maramagambo Forest zahlreiche Waldaffen beherbergt.
  • In den Dutzenden Kraterseen des Parks kannst du Flamingos beobachten.

Wo lässt sich ein Besuch im Queen Elizabeth National Park in deine Uganda-Safari einbauen?

Der Nationalpark liegt strategisch zwischen dem Kibale Rainforest im Norden und dem Bwindi National Park im Südwesten. Die meisten Uganda-Reisenden besuchen den Queen Elizabeth National Park bereits auf ihrem ersten Roadtrip. Eine sinnvolle Route ist Entebbe, Lake Mburo, Bwindi, Queen Elizabeth, Kibale, Entebbe oder Kampala. 

Für Uganda empfehlen wir, zwei Nächte im Queen Elizabeth National Park zu verbringen. Wenn du genügend Zeit hast, lohnt sich zusätzlich eine Nacht in Ishasha. 

2. Murchison Falls | Ugandas größter Nationalpark

Der Murchison Falls National Park ist Ugandas größter Nationalpark im Norden und liegt etwa einen Tagestrip von Kampala entfernt. Der Park schützt ein weitläufiges Stück afrikanischer Savanne, das vom Nil durchquert wird. Benannt ist er nach den beeindruckenden Murchison Falls, wo sich der Nil mit großer Kraft durch eine enge Felsspalte zwängt. Im Park leben große Herden von Elefanten, Büffeln, Giraffen und Löwen.

Was du im Murchison Falls National Park sehen und unternehmen kannst

  • Unternimm eine Bootssafari vom Anleger der Paraa Lodge bis zum Fuß der Wasserfälle.
  • Entscheide dich für eine Wanderung oder Fahrt zur Spitze der Wasserfälle. Das ist nur mit Fahrer möglich, da dich sonst kein Service zurück zu deinem Auto bringt.
  • Game Drives sind im nördlichen Teil des Parks besonders lohnenswert. Im Südosten leben im Budongo Forest Schimpansen. An den Ufern des Nils findest du eine der dichtesten Populationen Afrikas von Flusspferden und Krokodilen

Murchison Falls National Park

So erreichst du die Murchison Falls auf deiner Selbstfahrer-Safari  

Wenn du von Entebbe oder Kampala zu den Murchison Falls fährst, kommst du am Ziwa Rhino Sanctuary vorbei, dem einzigen Ort in Uganda, an dem du Nashörner aufspüren kannst. 

Je nach Unterkunft musst du einen großen Teil des Murchison Falls National Park durchqueren, um dein Tagesziel zu erreichen. Die Fahrzeit hängt davon ab, ob du in der Nähe des nördlichen oder südlichen Parktors übernachtest. Glücklicherweise ist die Überquerung des Nils inzwischen deutlich einfacher, da die Brücke vollständig in Betrieb ist. 

Wenn du dich im südlichen Teil aufhältst, zum Beispiel in der Murchison River Lodge, hast du zwei Routen zur Auswahl: 

  1. Die kurze Route durch den Park, etwa 2 Stunden beziehungsweise 85 km. Du fährst durch das Kichumbanyobo Gate in den Park und verlässt ihn am Makubo Gate wieder. Die Strecke führt über eine gut ausgebaute Asphalt- und Schotterstraße. Beachte, dass die meisten Tiere nur im nördlichen Teil des Parks zu sehen sind. Erwarte daher auf diesem Abschnitt keinen besonders abwechslungsreichen Game Drive.
  2. Die längere Route abseits der üblichen Wege entlang des Ufers des Lake Albert und über die Stadt Bulisa, etwa 4,5 Stunden beziehungsweise 127 km. Dabei umgehst du die Parkgebühren. Die Strecke ist landschaftlich reizvoll, sollte nach starken Regenfällen jedoch besser gemieden werden. Fahre durch Masindi und folge der Straße etwa 1,5 km geradeaus. An der Gabelung biegst du rechts ab, der Beschilderung zum Kinyara Sugar folgend. Bleibe etwa 20 km auf dieser Straße, bis du Kinyara erreichst. Fahre an beiden Kreisverkehren geradeaus und folge der Straße durch die Zuckerplantage und den Budongo Forest bis nach Biso. Fahre weiter geradeaus, bis du schließlich ins Albertine Rift Valley hinabfährst. Von dort hast du einen spektakulären Blick auf die Stadt Butiaba und den Lake Albert. Die Straße ist steil, also fahr vorsichtig. Im Tal angekommen, folgst du der Straße 50 km bis nach Busila. In Busila biegst du rechts ab, der Beschilderung zum Bugungu Gate folgend. Nach 10 km erreichst du Ngwedo. Dort dient ein gut sichtbarer Sendemast als Orientierungspunkt. Biege am Sendemast links ab und folge der Beschilderung zur Murchison River Lodge. 

Wenn du in einer Lodge nahe dem Tangi Gate im nördlichen Teil des Parks übernachtest, zum Beispiel in Fort Murchison, folgst du am besten der ersten Routenbeschreibung. Dabei fährst du durch das Kichumbanyobo Gate in den Park, durchquerst den gesamten Murchison Falls National Park, passierst Paraa und überquerst den Nil über eine permanente Brücke. Nördlich von Paraa kannst du Game Drives unternehmen. Von Masindi nach Fort Murchison sind es etwa 3 Stunden beziehungsweise 114 km. 

3. Lake Mburo National Park 

Der Lake Mburo National Park ist der Kampala am nächsten gelegene Nationalpark und damit ein idealer erster Stopp auf einem Roadtrip zum Lake Bunyonyi oder Bwindi Forest. Die Landschaft ist von ausgedehnten Akazienwäldern geprägt und von zahlreichen Seen durchzogen. Lake Mburo ist außerdem der kleinste Savannen-Nationalpark Ugandas, aber lass dich von seiner Größe nicht täuschen. Im Park leben fast 350 Vogelarten sowie Zebras, Giraffen, Impalas, Elenantilopen, Büffel, Defassa-Wasserböcke, Leoparden, Flusspferde und Hyänen. 

Warum sich der Lake Mburo National Park auf deiner Uganda-Safari lohnt

  • Hier kannst du besonders gut die Riesenelenantilope und Hunderte von Zebras beobachten.
  • Du kannst an geführten Naturwanderungen teilnehmen oder den Park mit dem Mountainbike erkunden.
  • Der Park ist einer der wenigen in Uganda, in denen nächtliche Game Drives erlaubt sind. Dabei hast du gute Chancen, Leoparden zu entdecken. 
  • Du kannst eine Pferdesafari unternehmen und Zebras ganz nah kommen. Organisiert wird sie von Mihingo Lodge.  

Horseback riding Lake Mburo

So erreichst du den Lake Mburo 

Wenn du deinen Roadtrip in Kampala startest, erreichst du den Lake Mburo in 5 bis 6 Stunden. Gute Zwischenstopps unterwegs sind der Äquator, an dem du von der Nord- auf die Südhalbkugel wechselst, sowie die Stadt Masaka. Dort kannst du tanken, Erfrischungen kaufen oder in der Villa Katwe eine entspannte Pause einlegen.

Der Lake Mburo National Park lässt sich zwar gut mit einem Toyota RAV4 erkunden, doch einige Abschnitte auf dem Weg zum Parkeingang können nach Regenfällen sehr sumpfig und ausgewaschen sein. Aber gelegentlich im Schlamm stecken zu bleiben, gehört doch zum Abenteuer dazu, oder?

4. Bwindi Impenetrable Forest 

Bwindi Impenetrable Forest ist ein Nationalpark im Südwesten Ugandas an der Grenze zu Ruanda und dem Kongo. Der Park ist 321 km² groß. Die nächstgelegenen größeren Orte sind Kabale und Kisoro, eine etwas heruntergekommene Stadt im Hochland. Der Name „Bwindi“ bedeutet „undurchdringlich“. Die nebelverhangenen Hänge sind von einem der ältesten und artenreichsten Regenwälder Afrikas bedeckt.

Was du im Bwindi Forest sehen und unternehmen kannst 

Gorilla-Trekking ist die wichtigste Attraktion im Bwindi Forest. Die Genehmigungen müssen weit im Voraus gebucht werden. Roadtrip Africa unterstützt dich gerne bei der Organisation deiner Trekking-Genehmigungen. Wir haben einen Blogartikel über Gorilla- und Schimpansen-Trekking in Uganda geschrieben. Du findest ihn hier. 

Der Bwindi Forest ist außerdem ein fantastisches Ziel für Vogelbeobachtungen. Du beobachtest gerne Vögel? Dann wirf einen Blick auf unseren Artikel über die besten Ziele zur Vogelbeobachtung in Uganda, hier.

Die Gegend eignet sich auch hervorragend für Wanderungen und Spaziergänge – Nkuringo Walking Safaris bietet tolle geführte Naturwanderungen an. 

Mutanda Lake Resort bietet ebenfalls zahlreiche interessante Aktivitäten an, darunter Segeln, Stand-up-Paddling auf dem See, eine Bootsfahrt bei Sonnenuntergang und tolle Vogelbeobachtungen zu Fuß. Die Chancen stehen gut, Ugandas Kronenkranich zu entdecken.

Die verschiedenen Orte für Gorilla-Trekking im Bwindi Forest

Im Bwindi Forest leben schätzungsweise 320 Berggorillas, etwa die Hälfte des weltweiten Bestands. Gorilla-Trekking ist ein exklusives Erlebnis und pro Gorilla-Gruppe und Tag auf maximal 8 Personen begrenzt. 

Es gibt vier Ausgangspunkte: Buhoma und Ruhija im nördlichen Teil des Parks sowie Nkuringo und Rushaga im Südosten des Bwindi Forest.

5. Kibale Forest National Park

Du liebst Primaten und Schimpansen? Die Antwort lautet vermutlich ja, denn wer tut das nicht? Vielleicht beobachtest du auch gerne Vögel, wanderst durch üppige tropische Regenwälder und übernachtest gerne in guten Luxus-Lodges? Dann sollte ein Besuch des Kibale Forest unbedingt auf deiner Uganda-Reiseroute stehen! 

Was du im Kibale Forest sehen und unternehmen kannst

Der Kibale Forest ist ein 795 Quadratkilometer großer tropischer Regenwald und Lebensraum von 13 Primatenarten.

Die Hauptattraktion des Kibale Forest ist das Trekking zu den an Menschen gewöhnten Schimpansen. Die Genehmigungen müssen im Voraus gebucht werden. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Kosten und die Organisation deiner Schimpansen-Trekking-Genehmigungen. 

Neben Schimpansen gibt es jede Menge weitere Wildtiere zu entdecken. Der Wald ist eine wunderschöne, üppige Gegend, in der sich Affen, Vögel, Waldelefanten, kleine Antilopen und Schmetterlinge bewegen. Durch einen Regenwald zu wandern und zu spüren, dass du von Leben umgeben bist, ist ein einzigartiges Erlebnis.

Vogelbeobachter sollten einen geführten Naturspaziergang durch das Bigodi Wetland Sanctuary nicht verpassen, ein tolles gemeindebasiertes Entwicklungsprojekt. Die Aktivitäten des Bigodi Visitors Centre zeigen beispielhaft, wie Naturschutz und Tourismus der lokalen Bevölkerung zugutekommen können. Weitere Informationen zu den besten Orten für Vogelbeobachtungen in Uganda findest du in unserem Artikel hier.

Zwischen Fort Portal und dem Kibale Forest erstreckt sich eine Landschaft mit wunderschönen Kraterseen. Gut zu wissen: Im und rund um den Kibale Forest und die Crater Lakes gibt es viele schöne Unterkünfte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, von Campingplätzen und Gästehäusern bis hin zu Luxus-Lodges. 

Wo lässt sich der Kibale Forest am besten in deine Uganda-Reiseroute integrieren?

Der Kibale Forest National Park liegt im Westen Ugandas, nahe der angenehmen Stadt Fort Portal. Von Kampala aus dauert die Fahrt etwa 5 bis 6 Stunden. Ein sinnvoller nächster Stopp nach deinem Besuch im Kibale Forest ist der Queen Elizabeth National Park, der rund 2 Stunden entfernt liegt.

6. Kidepo Valley National Park | Ein abgelegenes Wildnisgebiet in Uganda

Der Kidepo Valley National Park ist Ugandas abgelegenster Safari-Park und eines der letzten großen Wildnisgebiete Afrikas. Er liegt im äußersten Nordosten Ugandas an der Grenze zum Südsudan. Kidepo hat viel zu bieten und ist Lebensraum von 500 Vogelarten und 77 verschiedenen Säugetierarten.

Die Tierbeobachtungen sind zwar hervorragend, doch viele Roadtrip-Reisende schätzen vor allem das aufregende Gefühl vollkommener Abgeschiedenheit. Bitte beachte, dass du für deinen Roadtrip zum Kidepo National Park einen Landcruiser brauchst.

So erreichst du das Kidepo Valley 

Kidepo liegt zu weit abseits, um es als einzelnes Reiseziel zu besuchen. Am besten kombinierst du den Park mit dem Grand Circuit oder dem Wild North East. Es gibt zwei Hauptstrecken ins Kidepo Valley: über Gulu im Westen und über Moroto im Osten.

Die westliche Route lässt sich am besten mit einem ersten Stopp im Ziwa Rhino Sanctuary und einem Besuch des Murchison Falls National Park verbinden. Von Murchison aus erreichst du Kidepo an einem langen Reisetag. Wir empfehlen jedoch, die lange Fahrt zu unterbrechen und entweder im Dorf Gulu oder in Kitgum zu übernachten. Dort kannst du dich außerdem ein letztes Mal mit Lebensmitteln, Getränken, Airtime und Treibstoff eindecken. Die Fahrt von Kitgum zum Katurum Gate über Orom ist 140 km lang und dauert etwa 3,5 Stunden.

Die östliche Route lässt sich am besten mit einem ersten Stopp in Jinja und anschließend bei den Sipi Falls kombinieren. Danach fährst du weiter nach Nordosten durch das Land der Karamajong. Du kommst durch die Dörfer Moroto, Kotido und Kaabong. Dort kannst du eine traditionelle Manyatta besuchen, mehr über die Lebensweise der Hirten erfahren und den spirituellen Mount Moroto besteigen.

Wir hoffen, dass dir dieser Artikel über die Nationalparks in Uganda geholfen hat und du jetzt Lust bekommen hast, selbst loszufahren und dieses besondere Land zu erkunden. Bereit für dein eigenes Uganda-Abenteuer? Melde dich bei unserem Team von Roadtrip Africa. Wir unterstützen dich mit Mietwagen, Reiserouten und Reiseberatung! 

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