Roadtrip Madagaskar, Gastbeitrag von Geena Truman

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Du fragst dich, wie es ist, Madagascar mit dem Auto zu erkunden? Die Reiseautorin Geena Truman und ihr Mann haben sich auf ein dreiwöchiges Selbstfahrer-Abenteuer begeben. Unterwegs entdeckten sie abgelegene Nationalparks, beeindruckende Landschaften und seltene Wildtiere. Ihren 4x4 mieteten sie bei Roadtrip Africa. So konnten sie ihr eigenes Tempo bestimmen und abseits der üblichen Routen unterwegs sein.

Hier bekommst du einen ersten Einblick in Geenas Lieblingsorte und praktische Tipps. Du möchtest die ganze Geschichte lesen? Folge den Blog-Links, erfahre mehr und beginne mit der Planung deines eigenen Madagascar-Roadtrips.

Roadtrip durch Madagascar, wie ist das?

Madagascar ist ein Traum für abenteuerlustige Reisende: dramatische Landschaften, seltene Wildtiere und das echte Gefühl, weit abseits der üblichen Routen unterwegs zu sein. Ein Roadtrip hier ist allerdings nicht ganz mit einer Reise durch Kenya oder Tanzania vergleichbar. Madagascar ist ursprünglich, abgelegen und anspruchsvoll, genau das macht die Reise so lohnenswert. Mit der richtigen Vorbereitung wird sie zu einem ganz besonderen Abenteuer.

Die beste Reisezeit

Die Trockenzeit von Ende April bis Anfang November eignet sich am besten für einen Roadtrip. Außerhalb dieses Zeitraums können heftige Regenfälle viele Straßen unpassierbar machen. Der Mai ist mein Lieblingsmonat für Reisen: Die Hochsaison hat noch nicht begonnen, das Wetter ist angenehm, und abgelegene Regionen wie Tsingy de Bemaraha und Manja sind normalerweise für Besucher geöffnet.

Was dich erwartet

Die Hauptstadt Antananarivo, kurz Tana, ist chaotisch, und das Fahren dort kann schwierig sein. Ich empfehle, etwas außerhalb der Stadt in Ivato zu übernachten, wo es ein wenig entspannter zugeht. Im restlichen Madagascar erwarten dich unglaublich freundliche Menschen, wunderschöne Natur und Tourismus im kleinen Rahmen. Luxustourismus hat sich hier noch nicht wirklich etabliert, und genau das macht den Reiz aus.

Strom und Internet funktionieren vor allem außerhalb der größeren Städte nicht immer zuverlässig. Nimm Mückenspray, eine Reiseapotheke und eine gute Portion Flexibilität mit. Dafür ist das Essen köstlich, mit einer lokalen Küche unter französischem Einfluss, und die Landschaften bleiben dir lange im Gedächtnis.

Fahren und Straßenverhältnisse

Autofahren in Madagascar erfordert Zeit und Geduld. Die RN7, die Hauptstraße von Tana nach Tulear, ist vollständig asphaltiert, aber oft voller Schlaglöcher. Unbefestigte Abschnitte können schlammig, schmal und nur langsam befahrbar sein. Mit einem geeigneten 4x4 und gesundem Menschenverstand sind die meisten Strecken jedoch gut zu bewältigen, auch wenn du noch keine Erfahrung als Selbstfahrer hast.

Du brauchst zusätzliche Unterstützung? Dann kannst du einen Fahrer-Guide oder Pisteur, also einen lokalen Guide, engagieren. Auf manchen Strecken, etwa an der Westküste bei Morondava, ist ein Pisteur wegen der Gefahr von Treibsand sogar vorgeschrieben.

Ein paar praktische Tipps

  • Bargeld ist unverzichtbar. In größeren Orten gibt es Geldautomaten, aber verlass dich nicht überall auf deine Karte.
  • Decke dich in Antananarivo mit Lebensmitteln ein. In kleineren Orten ist das Angebot in den Geschäften begrenzt.
  • Entlang der Hauptstrecken findest du problemlos Tankstellen. Trotzdem solltest du immer tanken, sobald der Tank nur noch halb voll ist.
  • Keine Eile! In Madagascar reist du langsam. Für mehr als eine Region solltest du mindestens drei Wochen einplanen.

Camping in Madagascar

Du möchtest Madagascar beim Campen entdecken? Gute Idee. Unterkünfte in der Nähe von Nationalparks können teuer sein. Und ehrlich gesagt gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, die beeindruckenden Landschaften Madagascars zu erleben, als mitten in ihnen zu campen.

Das Wichtigste zuerst: Wie funktioniert Camping in Madagascar?

Wenn du bei Roadtrip Africa ein voll ausgestattetes 4x4 mietest, bist du startklar. Ein Dachzelt oder Bodenzelt und die grundlegende Campingausrüstung sind bereits dabei. Du möchtest deine eigene Campingausrüstung mitbringen? Ein eigenes Auto brauchst du trotzdem, denn öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht bis zu den wilden und abgelegenen Orten, die du besuchen möchtest.

Dachzelt oder Bodenzelt?

Beides funktioniert! Ein Dachzelt ist etwas komfortabler und hält dich außerdem von den Insekten am Boden fern. Ein Bodenzelt ist dafür die günstigere Option. Die Wahl liegt bei dir. Wenn du häufig campen möchtest, empfehlen wir dir jedoch ein Dachzelt.

Kannst du in Madagascar wild campen?

Theoretisch ja, praktisch ist es schwierig. Madagascar ist dichter besiedelt, als du vielleicht denkst, und sichere, ungestörte Plätze zum Wildcampen sind selten. Die meisten Reisenden bleiben daher auf ausgewiesenen Campingplätzen, manche sehr einfach, andere überraschend komfortabel.

Die 5 besten Campingplätze

  1. Camp Catta (Andringitra National Park)
    Wahrscheinlich der beste Campingplatz in Madagascar, wenn du Wert auf eine gute Mischung legst. Dich erwarten großartige Bergblicke, warme Duschen, ein Pool und häufige Lemuren-Sichtungen. Der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen.
  2. Betsileo Country Lodge (Anja Reserve)
    Ein gut ausgestatteter, camperfreundlicher Platz mit eigenem Bad, einer Rasenfläche für dein Zelt und beeindruckender Aussicht. Den etwas höheren Preis ist er wert.
  3. Mitsinjo Reserve (Andasibe)
    Camping im Dschungel, ursprünglicher geht es kaum. Hier gibt es keinen großen Luxus, dafür bist du von Regenwald und Wildtieren umgeben und nur wenige Minuten von den berühmten Indri-Lemuren entfernt.
  4. Kirindy Reserve
    Günstig und voller Wildtiere. Vielleicht entdeckst du direkt von deinem Zelt aus eine seltene Fossa. Eine Nachtwanderung gehört hier unbedingt dazu.
  5. Baobab Avenue
    Ja, du kannst direkt hier campen. Wenn die Menschenmassen gegangen sind, hast du den Ort, die Sterne und die ikonischen 800 Jahre alten Bäume fast für dich allein. Vergiss deine Kamera nicht!

Letzte Tipps fürs Campen

  • Ruf nach Möglichkeit vorher an. Campingplätze sind nicht immer rund um die Uhr besetzt.
  • Nimm warme Kleidung zum Drüberziehen mit, besonders im Hochland. Nachts kann es kühl werden.
  • Pack Insektenschutz, eine Stirnlampe und Abenteuerlust ein.

Du möchtest die vollständige Liste der empfohlenen Campingplätze, Tipps zum Wildcampen und Orte, die du besser auslässt? Lies hier meinen vollständigen Blogbeitrag: Die besten Campingplätze in Madagascar.

Schau dir auch die 4x4-Mietoptionen von Roadtrip Africa mit Dachzelten an, damit du all diese Orte erreichst!

Die besten Aktivitäten in Madagascar

Madagascar kennst du wahrscheinlich für seine Lemuren und legendären Baobab-Bäume. Sobald du jedoch unterwegs bist, merkst du schnell, dass diese Insel noch viel mehr zu bieten hat. Hier sind fünf besondere Erlebnisse für deine Madagascar-Bucketlist:

  1. Indris in Andasibe beobachten
    Dieser seltene Lemur singt durch die Baumkronen wie ein Wal im Dschungel. Deine besten Chancen, einen zu sehen und zu hören, hast du früh am Morgen im Mitsinjo Reserve.
  2. Die heißen Quellen im Regenwald von Ranomafana besuchen
    Regenwald voller Wildtiere trifft auf warme Thermalbecken, die perfekte Kombination nach einer langen Fahrt auf der RN7.
  3. Im Anja Reserve zwischen Kattas spazieren
    In diesem von der lokalen Gemeinschaft betriebenen Reservat kommst du Madagascars bekanntestem Lemur ganz nah, umgeben von einer beeindruckenden Hochlandlandschaft.
  4. Einen Roadtrip auf der landschaftlich reizvollen RN7 machen
    Von Reisterrassen bis zu felsigen Schluchten ist dies die abwechslungsreichste und fotogenste Route Madagascars. Hinter jeder Kurve wartet etwas Neues.
  5. Unter den Gipfeln von Andringitra campen
    Ob du wandern gehst oder einfach die Umgebung genießt, die Landschaften von Andringitra sind beeindruckend. Camp Catta ist der ideale Übernachtungsort für Aussicht, Lemuren und Wanderwege.

Und das ist erst der Anfang! Entdecke alle meine Lieblingsaktivitäten in Madagascar in diesem ausführlichen Blogbeitrag: 15 besondere Aktivitäten in Madagascar, abgesehen von der Suche nach Baobab-Bäumen.

Du brauchst eine Route? Diese Madagascar-Selbstfahrer-Roadtrips helfen dir bei der Planung

Madagascar ist unglaublich vielfältig: von Regenwäldern bis zu Wüsten, von Lemuren bis zu Kalksteingipfeln und von abgelegenen Stränden bis zu lebhaften Städten. Die Route zu planen macht das Abenteuer spannend, kann aber auch etwas überwältigend sein.

Damit es leichter wird, habe ich die wichtigsten Ziele der Insel nach deinen Interessen geordnet:

Für Tierliebhaber

  • Andasibe National Park, insbesondere Mitsinjo Reserve 
  • Ranomafana National Park 
  • Isalo National Park 
  • Nosy Mangabe
  • Anja Community Reserve 
  • Zombitze National Park 

Für ikonische Landschaften

  • Andringitra National Park
  • Isalo National Park 
  • Baobab Ave 
  • Tsingy de Bemahara 

Für Strände

  • Nosy Be
  • Île Sainte-Marie
  • Ifaty ist für Strände nicht schlecht, aber definitiv nicht der beste Ort auf dieser Liste. 

Für Trekking

  • Andringitra National Park
  • Tsingy de Bemahara 

Für besonders abenteuerliche Strecken

  • Tsingy de Bemahara
  • Manja nach Morondava
  • Route an der Ostküste, RN5

Du brauchst noch mehr Inspiration oder eine fertige Route?

Bereit für deinen Roadtrip?

Ich finde, der Beifahrersitz eines 4x4 ist die beste Art, ein Land zu entdecken. Deshalb empfehle ich dir auf jeden Fall, Madagascar als Selbstfahrer zu erkunden. Abenteuerlich, wunderschön und eine Reise, die du nicht vergessen wirst!

Du möchtest noch tiefer eintauchen? Dann lies meine ausführlichen Blogbeiträge über den folgenden Link: 

Madagascar-Reiseführer


Als freiberufliche Reiseautorin hat Geena ihre Karriere daraus gemacht, Abenteuer zu erleben. Neben ihrer Arbeit für Lonely Planet, Fodor’s Travel, BBC Travel und Business Insider betreibt sie ihren eigenen Reiseblog Beyond the Bucketlist. Dort teilt sie hilfreiche Reiseführer und Tipps für die Planung abenteuerlicher Reisen, darunter Roadtrips im Ausland.

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