Wenn du eine Selbstfahrer-Safari nach Tansania planst, steht der Serengeti-Nationalpark wahrscheinlich ganz oben auf deiner Liste. In diesem Blog zeigen wir dir, wie du die perfekte Serengeti-Reise planst, und geben dir jede Menge Tipps und Informationen für unabhängige Reisende und abenteuerlustige Roadtripper. Wir informieren dich über Fahrzeiten, Genehmigungen und Gebühren, die beste Reisezeit und vieles mehr. Freu dich darauf, diesen erstklassigen Safari-Park entspannt und mit Abenteuerlust zu erkunden!

Kann ich die Serengeti auf einer Selbstfahrer-Safari erkunden?
Ja, du kannst die Serengeti problemlos auf einer Selbstfahrer-Safari erkunden! Masai Mara und die Serengeti gehören wahrscheinlich zu den bekanntesten Safari-Parks der Welt. Diese Parks auf eigene Faust zu entdecken, ist ein großartiges Abenteuer.
Die meisten Reisenden fahren durch das Naabi Hill Gate in den Park. Aber Achtung: Die Straße nach Seronera, wo sich die meisten Lodges befinden, kann wegen der durch Erosion entstandenen Wellblechpisten ziemlich holprig sein. Fahre gleichmäßig und in ruhigem Tempo, damit du die Strecke möglichst sanft und ohne unnötiges Durchrütteln bewältigst.
Professionelle Fahrer-Guides sind oft zügig unterwegs. Trotzdem solltest du es langsam angehen, denn zu hohe Geschwindigkeit macht die Fahrt schwieriger und kann sogar gefährlich werden. Wenn du noch keine Erfahrung mit Selbstfahrer-Safaris hast, kannst du zunächst in Parks wie Lake Manyara, Tarangire oder Ngorongoro Selbstvertrauen und Erfahrung sammeln, bevor du dich an die etwas anspruchsvollere Serengeti wagst. Alternativ kannst du deine Selbstfahrer-Safari in der Serengeti mit einem lokalen Fahrer-Guide unternehmen. Er übernimmt das Steuer und bringt dich sicher und entspannt ans Ziel.
Die Serengeti erkunden
Die Serengeti ist Teil eines größeren Ökosystems, zu dem auch Ngorongoro, Masai Mara und kleinere Schutzgebiete gehören. Von Arusha aus sind die südlichen Ebenen der Serengeti am besten erreichbar, insbesondere Ndutu und Seronera. Auch der Western Corridor und Lobo lohnen sich, liegen aber deutlich weiter entfernt. Wenn du abgelegenere Gebiete der Serengeti erkunden möchtest, solltest du überlegen, ein Auto mit Fahrer-Guide zu mieten. Unsere Fahrer-Guides kennen die Serengeti wie ihre Westentasche und ermöglichen dir eine Safari, die ganz auf deine Wünsche zugeschnitten ist.
Alternativ kannst du an einem der Gates einen Ranger engagieren, der dir hilft, dich im Park besser zurechtzufinden. Beachte dabei, dass in diesem Fall nur du unser Fahrzeug fahren darfst.
Da die Serengeti von Arusha aus nicht an einem Tag mit dem Auto erreichbar ist, lässt sie sich am besten mit dem Ngorongoro Conservation Area, dem Tarangire-Nationalpark und/oder dem Manyara-Nationalpark kombinieren. Wirf einen Blick auf unsere Safari-Touren, um herauszufinden, welche Route am besten zu dir passt.

Gebühren und Genehmigungen für die Serengeti
Die Genehmigungen für die Serengeti werden von der Tanzania National Parks Authority (TANAPA) verwaltet und können am Gate mit Kreditkarte beantragt und bezahlt werden. Eine vorherige Reservierung ist nicht erforderlich. Bargeld wird NICHT akzeptiert, ebenso wenig Debitkarten.
Auf dem Weg in die Serengeti durchquerst du das Ngorongoro Conservation Area. Für den Eintritt in Ngorongoro muss ein Reiseveranstalter deine Genehmigung im Voraus beantragen und ausstellen. Roadtrip Africa hilft dir gerne bei der Organisation deiner NCA-Reservierung. Wähle diese Option bei der Anmietung deines Autos in unserem Buchungsformular aus. Dafür berechnen wir insgesamt eine Bearbeitungsgebühr von 25 €.
Eine übersichtliche Zusammenfassung der Eintrittsgebühren für die Serengeti, Ngorongoro und andere Nationalparks in Tansania findest du auf unserer Seite Eintrittsgebühren und Genehmigungen für Nationalparks in Tansania – Seite.
Wann du die Serengeti besuchen solltest, ein Monatsführer
Die beste Reisezeit für die Serengeti ist von Januar bis Februar oder von Juni bis Oktober. Dank der hohen Tierdichte bietet die Serengeti jedoch das ganze Jahr über ein beeindruckendes Safari-Erlebnis. Die offenen Ebenen und das milde Klima des Parks sorgen dafür, dass die Vegetation nie zu dicht ist, um Tiere zu entdecken. Auch die beiden kurzen Regenzeiten von November bis Dezember und von März bis April sind nur selten unangenehm.
Die Serengeti von Januar bis März
Von Januar bis März erwacht die Serengeti mit vorhersehbaren Bewegungen der Tierherden zum Leben. In dieser Zeit versammeln sich Gnus und Zebras im Ndutu-Gebiet in der südöstlichen Ecke des Parks, einem praktischen Ausgangspunkt für Selbstfahrer aus Arusha. Nach den kurzen Regenfällen Anfang November ziehen die Herden auf die Kurzgras-Ebenen und fressen dort das üppige, nährstoffreiche Gras. In diesen drei Monaten werden die meisten Gnu-Kälber geboren, mit einem Höhepunkt im Februar. Gleichzeitig erreicht auch die Zahl der Raubtiere ihren Höchststand.
Von April bis Juni in die Serengeti reisen
Im April gehen die Besucherzahlen in der Serengeti zurück. Grund dafür sind die steigende Luftfeuchtigkeit und gelegentlich starke Regenfälle, die sich bis in den Mai hineinziehen. Im Juni beginnt die Trockenzeit, und kurz vor dem Höhepunkt der Safari-Saison ist die Serengeti besonders lohnenswert. Für die Große Migration ist diese Zeit entscheidend: Die Gnus machen sich auf den bis zu 40 km langen Weg nach Norden. Die riskante Überquerung des von Krokodilen bevölkerten Grumeti River findet von Juni bis Anfang Juli statt, wobei die ersten Herden besonders gefährdet sind. Deshalb können bis zu mehrere Wochen vergehen, nachdem die ersten Gnus das Südufer des Flusses erreicht haben, bevor die eigentliche Überquerung beginnt. Zehntausende Gnus versammeln sich am Flussufer, ein wirklich spektakulärer Anblick! Da der Western Corridor weit vom Haupteingang der Serengeti entfernt liegt, empfehlen wir dir, diesen Teil des Parks mit unseren Fahrer-Guides zu erkunden.
Von Juli bis September die Serengeti besuchen
Von Juli bis September kommen viele Besucher in die Serengeti, um die Große Migration zu erleben. Der August ist die absolute Hochsaison und gilt als beste Zeit, um die dramatischen Flussüberquerungen von der nördlichen Serengeti in die Masai Mara zu beobachten. Mit etwas Glück siehst du einige der großen Raubkatzen Afrikas bei der Jagd!
Auch im September herrscht in der Serengeti viel Betrieb, besonders entlang der kenianischen und tansanischen Grenze. In diesem Monat überqueren die Herden den Mara River in kleineren Gruppen, während die südlichen Parkgebiete eine ruhigere Alternative bieten.
Von Oktober bis Dezember die Serengeti besuchen
Auch wenn die Herden der Gnuwanderung im Oktober bereits nach Kenia weitergezogen sind, bleibt die Serengeti ein großartiges Ziel für game drives.
Im November beginnen die „kurzen Regenfälle“ und damit die ruhigere Nebensaison. Der Regen lässt im Süden frische Grasflächen sprießen, die zahlreiche Pflanzenfresser anlocken. Jetzt ist die ideale Zeit, um von niedrigeren Hotelpreisen zu profitieren. Ende November setzen sich die Gnuherden wieder nach Süden in Bewegung und ziehen in Richtung des Lobo-Gebiets der Serengeti.
Im Dezember beginnt der Kreislauf wieder von vorn….

Geführte Safari oder Selbstfahrer-Safari?
Viele Reisende fragen sich, ob sie bei einer Selbstfahrer-Safari auch große Raubkatzen und andere Raubtiere entdecken werden.
Mit einem ausgebildeten Guide steigen deine Chancen auf Tiersichtungen zweifellos. Ausgestattet mit Funkgeräten tauschen sich die Guides untereinander aus und helfen sich dabei, Tiere aufzuspüren. Diese koordinierte Vorgehensweise hat jedoch auch einen Nachteil: Mehrere Fahrzeuge folgen denselben Spuren, wodurch besonders in der ohnehin geschäftigen Hochsaison ein dicht gedrängtes und hektisches Erlebnis entsteht. Das kann den eigentlichen Charakter eines Aufenthalts in der Wildnis beeinträchtigen.
Eine Safari ist wie ein Versteckspiel zwischen dir und den Tieren. Wenn du schließlich eines entdeckst, ist das Erfolgserlebnis durch nichts zu ersetzen. Wenn du uns fragst, liegt ein ganz besonderer Reiz darin, die Serengeti unabhängig und nach deinen eigenen Vorstellungen zu erkunden, Tiere selbst aufzuspüren und dein eigenes Tempo zu bestimmen. Deshalb empfehlen wir dir immer, ein Selbstfahrer-Abenteuer statt einer organisierten Tour zu buchen.
Fahrzeiten zwischen Arusha und der Serengeti
Für eine reibungslose Reise ist es wichtig, die Fahrzeiten zu kennen. Hier findest du eine Übersicht:
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Arusha bis Karatu (letzte Stadt für Einkäufe): 140 km, etwa 3,5 Stunden
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Karatu bis Loduare Gate (Eingang zum Ngorongoro Conservation Area): 15 km, etwa 30 Minuten
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Loduare Gate bis zum Eingang des Ngorongoro Crater: 15 km, etwa 1 Stunde
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Eingang des Ngorongoro Crater bis Naabi Hill Gate (Eingang zur Serengeti): 85 km, etwa 2 bis 3 Stunden
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Naabi Hill Gate bis Seronera (zentraler Teil der Serengeti): 60 km, etwa 1 Stunde
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Seronera bis zum Lobo Ranger Posten: 80 km, etwa 2 Stunden
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Rückfahrt von Seronera nach Arusha: 9 bis 10 Stunden (nicht empfehlenswert an einem Tag, da die Straßenverhältnisse schlecht sein können)
Hinweis: Die letzte Tankstelle vor der Serengeti befindet sich in Karatu. In Seronera gibt es außerdem eine Notfall-Tankstelle mit höheren Kraftstoffpreisen. Unsere Safari-Fahrzeuge verfügen über einen großen Tank (2 × 80 l) und bieten damit genug Treibstoff für mehrere Tage voller game drives, ohne dass du riskierst, unterwegs liegen zu bleiben.

Camping und Lodges in der Serengeti
Ein Besuch der Serengeti ist nicht günstig. Bei der Unterkunft ist Selbstcamping auf öffentlichen Campingplätzen die preiswerteste Option. In der Nähe der Seronera Wildlife Lodge findest du eine Gruppe von sieben Campingplätzen. Ein weiterer öffentlicher Campingplatz liegt im Nordosten, rund um das Lobo-Gebiet. Während der Migration ist dieser besonders gut zum Campen geeignet.
Die Campingplätze in Seronera verfügen über einen großen, eingezäunten Kochbereich und einen separaten überdachten Essbereich. Unserer Meinung nach fehlt den meisten dieser Campingplätze der Charakter. Sie sind vor allem auf preisbewusste Gruppen-Safaris ausgerichtet. In der Hochsaison musst du damit rechnen, den Campingplatz mit mindestens 40 weiteren Campern zu teilen. Zum Glück haben wir diese Erfahrung in den anderen Safari-Parks Tansanias nicht gemacht. Mehr Informationen zum Camping in Tansania findest du in unserem Camping-Guide.
Die besten Lodges in der Serengeti
Wenn du in einer Lodge oder einem Mobile Camp übernachtest, kannst du mit folgenden Preisen rechnen:
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Budget: 300 bis 400 US-Dollar für ein Doppelzimmer mit Vollpension
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Mittlere Preisklasse: 400 bis 600 US-Dollar für ein Doppelzimmer mit Vollpension
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Luxus: über 600 US-Dollar für ein Doppelzimmer mit Vollpension.
Dein Selbstfahrer-Abenteuer in der Serengeti beginnt
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